
Gedenkstein
für den Rudolstädter Hofkapelldirektor
Traugott Maximilian Eberwein
Das Denkmal ist folgendermaßen zu erreichen:
1. Von Rudolstadt:
Bundesstraße 88,
Richtung Jena, links halten, Richtung
Ortsteil Cumbach, über die Saale-Brücke und
dann weiter
über die Röntgenstraße, geradaus
zur Straße „Kleiner Damm“ bis Museum Thüringer Bauernhäuser
(Parkmöglichkeit),
dann weiter zu Fuß
durch den Heinrich-Heine-Park etwa 200 m den Hauptweg nach
Westen.
Dort steht linker Hand
in einem gepflasterten Areal mit vier
Sitzbänken der Denkmal-Kubus aus
Sandstein.
2. Von Saalfeld:
Vom Kulmberg
über Schlosskulm in die Cumbacher Straße im
Rudolstädter Ortsteil Cumbach,
stadteinwärts, dann vor dem
Heinrich-Heine-Park links in die Straße
„Kleiner Damm“ bis Museum Thüringer Bauernhäuser
(Parkmöglichkeit), dann zu Fuß weiter etwa 200 m den Hauptweg nach
Westen.
Dort steht linker Hand
in einem gepflasterten Areal mit vier
Sitzbänken der Denkmal-Kubus aus
Sandstein.
Aufgestellt wurde das Denkmal durch Eberweins Söhne
Julius und
Ludwig im Jahr 1832.
Gravuren:
Nordseite: fünfzackiger, flammender Stern ,
darunter Max Eberwein.,
darunter ein nach oben gerichteter Schmetterling.
Westseite: fünfseitige Lyra, oben mit drei fünfzackigen,
stehenden Sternen und umrankendem Weinlaub.
Südseite: Geb. Weimar 27.Oct. 1775. Gest. 2. Dec. 1831.
Ostseite: Dem Vater die Soehne.
Der
Sandsteinkubus ist ein sichtbares Zeichen
von Eberweins Verwurzelung im Freimaurertum.
Eberwein gehörte seit 1805 der Rudolstädter
Loge „Günther zum Stehenden Löwen“ an, in
der angesehene
Bürger aus Weimar und
Rudolstadt und auch die
Schwarzburg-Rudolstädter Fürsten Mitglieder
waren.
Bekanntester Logenbruder war der
Philosoph Johann Gottlieb Fichte
(1762–1814).
Der Stein bildet ein
schönes und eindrucksvolles Monument für die
Freimaurerei durch die auffällige Symbolik:
Der dreifache Sockel verweist auf die
drei Johannisgrade, die Würfelform
symbolisiert die Welt mit den
Himmelsrichtungen und deutet durch seine
perfekte Form auf die Persönlichkeit des
hier Geehrten.
Die drei Sterne auf
der Lyra (ebenfalls mit den drei
Johannisgraden in Verbindung stehend)
verweisen auf das freimaurerisch inspirierte
musikalische Wirken und Schaffen Eberweins –
ein der Suche nach Wahrheit und
Schönheit verpflichtetes Lebenswerk.
Der Gedenkstein wurde 2011 auf
Initiative des Rudolstädter Geschäftsmanns
Frank Haenel und engagierten Bürgerinnen und
Bürgern generalsaniert und an Eberweins 180.
Todestag im wiederhergestellten Zustand
feierlich
eingeweiht. Die Restaurierung
wurde federführend von der Rudolstädter
Freimaurerloge „Günther zur Eintracht“
übernommen. Im Gedenkjahr 2025
– zur Feier
von Eberweins 250. Geburtstag – wird der
Stein erneut
instandgesetzt und in dem
neuen, durch die Stadt Rudolstadt gebauten
Gedenkstättenareal der Öffentlichkeit
übergeben.
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